Lucinda Riley: Die sieben Schwestern

Was ich erwartet habe

Das übliche Riley-Setting: Familiendrama in zwei Zeitebenen; in diesem Fall der

Die sieben Schwestern von Lucinda Riley. Bild entstammt der offiziellen Verlagsseite

Auftakt einer siebenteiligen Serie. Meine Erwartungen war nicht hoch – Riley halt. Ich lese ihre Bücher, wenn es etwas Leichtes sein soll und ich nicht zu sehr nachdenken möchte über plausible Charaktere und Handlungen.

Worum es geht

Gegenwart: Super erfolgreicher, alleinstehender? Mann adoptiert
nacheinander sechs Mädchen, die aus verschiedenen Ländern und Gesellschaftsschichten stammen. Sie wachsen auf dem Anwesen in Genf auf bis sie flügge werden und, ebenfalls super erfolgreich, ihrem Leben nachgehen.

Ihr Adoptivvater verstirbt und verrät in seinem Nachlass jedem der Mädchen, woher es stammt (vorher hat er diese Infos für sich behalten, nachfragen gab es da anscheinend keine).

In diesem ersten Teil begibt sich also Maia auf die Suche nach ihrer Herkunft, die sie nach Brasilien führt.

Vergangenheit: Die Geschichte von Maias Vorfahren in Rio. Vor dem Hintergrund der Konstruktion und der Bauarbeiten der Cristo-Statue spielen sich Familiendramen ab, die Maia nach und nach mithilfe von Briefen und weiteren Mitteln ergründet.

Wie ich es fand

Sagen wir so: Ich habe das erhalten, was ich erwartet habe. Teilweise auch etwas weniger. Entgegen anderer Bücher von Riley bleibt auch die Handlung in der Vergangenheit eher blass. Genf, Rio und Paris sind reine Kulissen, die austauschbar wären. Alle geschichtlichen Infos bewegen sich sehr an der Oberfläche und sind Randerscheinungen. Als in Paris mit aller Macht einige bekannte Persönlichkeiten der 20er Jahre erwähnt werden, wirkt das sogar extrem gewollt.

In diesem Buch geht es sehr um die Liebesverwicklungen, und das auf naive Art und Weise. Die Geschichte ist sehr seicht, spießig und voller altbackener Lebensansichten – auch in der Gegenwartshandlung. Schade. Hier bestätigt die Autorin alle Klischees solcher Romane.

Dennoch lässt sich alles schnell und gut lesen. Und gegen Ende war ich doch noch überrascht. Der Roman endet mit einem handfesten Cliffhanger, sodass ich nun wissen möchte, wie es weiter geht. Hier blitzte durch, was Riley kann. Hoffentlich nutzt sie es in den folgenden Bändern besser.

 

Aus dem Englischen von Sonja Hauser
Originaltitel: The Seven Sisters 1 – Maia
Originalverlag: PanMacmillan
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 576 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-31394-5

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 09.03.2015

 

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