Arthur Conan Doyle – Eine Studie in Scharlachrot (Anaconda)

Seit einigen Jahren höre ich Hörspiele um Holmes, kenne die neue Serie dazu und bin generell interessiert an den Stoffen. Daher möchte ich in 2019 zumindest nach und nach die vier Hauptbücher lesen; später dann auch alle Geschichten. Praktischerweise bekam ich einen großen (riesigen) Sammelschuber zu Weihnachten geschenkt, der all dies beinhaltet.

Im ersten Buch erfährt der Leser, wie Watson und Holmes sich kennen lernten und den ersten Fall lösen. Beziehungsweise, wie Watson seinen Mitbewohner dabei beobachtet, den Fall zu lösen. Er selbst läuft nur erstaunt hinterher. Der Fall selbst: Eine Leiche wird gefunden, ohne äußerlich erkennbare Verletzungen, dennoch von Blut auf dem Boden umgeben. An der Wand, in blutroter Schrift, steht das Wort „Rache“ geschrieben.

Das kurze Buch ist erstaunlich modern und leicht lesbar geschrieben. Es hat mir sehr gut gefallen, gerade weil ein dezenter Humor auf jeder Seite zu finden ist. Da ein großer Teil hier von einer eingeschobenen Erzählung belegt wird (ein Rückblick auf die Motive des Mörders), halten sich die Passagen mit dem Detektiv noch etwas in Grenzen. Auch fehlen spätere feste Bestandteile noch (die Haushälterin), wahrscheinlich hat Doyle seine Geschichten später einfach intensiver ausgeschmückt  doch dennoch – der Weg ist geebnet.

Auf die kommenden Teile bin ich entsprechend gespannt.