Michel Houellebecq – Serotonin (Dumont)

Ende 2018 las ich Unterwerfung, mochte es und beschloss daher, weitere Bücher von Houellebecq anzugehen. Nun lag es nahe, direkt sein neuestes Werk zu lesen.

Wirklich gefallen hat es mir leider nicht. Ich fand es schlichtweg langweilig, da es kaum Handlung besitzt und stattdessen nicht enden wollende Gedankenmonologe des Protagonisten.

Er verlässt seine Freundin, taucht in eine selbstgewählte Anonymität unter, tingelt von alter Bekanntschaft zu alter Bekanntschaft und gerät an rebellierende Landwirte. Garniert wird diese lahme Abfolge von Nichtigkeiten mit plakativen Tabubrüchen (Sex mit Tieren, Kindern, Mordfantasien). Diese werden so massiv überspitzt dargestellt, dass auch sie mir langweilig wurden. Zu absurd sind sie, als dass ich mich darüber aufregen würde. 

Mangels Plot, Aussage und Sinn mag ich dazu gar nicht mehr sagen…das Werk ist mir egal. Was eigentlich sehr schade ist. Denn schreiben kann der Autor definitiv. Vielleicht sollte er dieses Talent besser nutzen und interessante Geschichten schaffen. Vielleicht lese ich die dann auch. 



  • Gebundene Ausgabe: 330 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 6 (25. Januar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832183884
  • ISBN-13: 978-3832183882