Robert Menasse – Die Hauptstadt

Ein Mord ist geschehen in Brüssel, ein Schwein läuft frei herum. Und damit ist nicht der Täter gemeint, sondern ein wirkliches Schwein. Während es über die Straßen und Plätze der Stadt rennt, wird es von vielen Passanten gesehen. Unter anderem, nach und nach, auch von allen Protagonisten des Buches. So wirkt die Flucht des Tieres wie ein Startschuss der Geschichte: Hier beginnt er, der Gewinnerroman des Buchpreises 2017. „Robert Menasse – Die Hauptstadt“ weiterlesen

Anne Jacobs – Die Tuchvilla

Ab und an möchte ich etwas lesen, was einfach nur erzählt und nicht zu viel vom Leser erwartet; pure Unterhaltung statt zu komplexer Gedankengänge. Die Mischung macht es. Es war wieder an der Zeit, daher habe ich dieses Buch als Rezensionsexemplar angefragt und freundlicherweise erhalten. Vielen Dank dafür. Denn in den Regalen, Videobesprechungen und anderen Medien lief es mir seit einiger Zeit konstant über den Weg. Die vermehrte Beschreibung „Es ist wie Downton Abbey“ köderte mich, da ich die Serie sehr mag. „Anne Jacobs – Die Tuchvilla“ weiterlesen

Juli Zeh – Leere Herzen

Im Deutschland der Zukunft, irgendwann in den 2020er Jahren, ist die „BBB“, die „Besorgte Bürger Bewegung“, an die Macht gelangt. Die Partei stellt die Kanzlerin und schafft nach und nach demokratische Errungenschaften ab. Die Bevölkerung ist müde und wehrt sich nicht merkenswert gegen das Geschehen. Vielmehr finden sich die meisten Bürger mit der Situation ab, lassen alles schulterzuckend über sich ergehen und mucken nicht auf. „Juli Zeh – Leere Herzen“ weiterlesen